Das Himmelreichbiotop
im Oberen Kremstal
von W. Bejvl

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Himmelreichbiotop-Führer


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Arbeitsbilder Himmelreich


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ÖKO-L Bericht über
Himmelreichbiotop

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27 Jahre Himmelreichbiotop - Von 1990 bis 2017 über 80.000 Besucher


Das Himmelreich-Biotop im oberen Kremstal

Im südwestlichen Teil des Gemeindegebietes von Micheldorf, eingebettet in die Talsenke des Kremsursprunges am Fuße der Kremsmauer, befindet sich das „Himmelreich-Biotop“. Der Name wurde vom anschließenden Höhenrücken, dem „Himmelreich“, abgeleitet. Auf einem zirka drei Hektar großen Areal im Besitz der Stadt Linz mit einem Erlen-Bruchwald sowie Quell-, Sumpf- und Bergwiesen wurden in den Jahren 1982-1990 mit den Kindern des ehemaligen Kinderheimes und vielen naturinteressierten Freunden und Vereinen Micheldorfs mehrere Teiche und Tümpel angelegt.

In diesem strukturreichen Areal hat sich inzwischen eine große Vielfalt an Vogel-, Amphibien-, Reptilien- und Insektenarten eingestellt. Aber auch viele Blütenpflanzen der Berg- und Feuchtwiesen gedeihen hier noch in einer landesweit bereits selten gewordenen Artenfülle. Sie alle brauchen unseren besonderen Schutz.


Durch einen Teil dieses Feuchtbiotopes führt ein beschilderter Lehrwanderweg , der kinderwagen- und rollstuhlgerecht errichtet wurde. Entlang dieses von Teich zu Teich führenden Hauptweges, der mit Schautafeln, Rast- und Aussichtsplätzen ausgestattet wurde, sind viele Pflanzen und Tiere zu sehen, welche zu entdecken dieser Wegweiser helfen soll.

Erste öffentliche Anerkennung 1987 Umweltschutzpreis der Stadt Linz, weitere 1992 und 2001 durch die Umweltschutzpreise des Landes Oberösterreich.

Im Juni 1990 wurde das „Himmelreich-Biotop“ im Rahmen einer kleinen Feier eröffnet und ist seit diesem Zeitpunkt für alle frei zugänglich. In den letzten Jahren (1990-2006) wurde es von über 60.000 Personen (darunter vielen Schulklassen) besucht.


Lieber Besucher des Himmelreichbiotopes!

Die meisten von uns streben nach Ordnung und versuchen, die Natur zu zähmen. In der Natur gibt es aber keine Ordnung, wie wir sie verstehen. Wenn Sie hier einen gepflegten Garten erwarten, werden sie leider enttäuscht sein.
Ein Biotop ist ein naturbelassenes Rückzugsgebiet für Wildpflanzen und -tiere. Und diese haben eine wesentlich andere Vorstellung von idealem Lebensraum.
Eingriffe, wie das Ausschneiden der Erlen und das Mähen der Wiesen dienen lediglich der Erhaltung der Artenvielfalt. Unsere Pflege beschränkt sich deshalb darauf, den Wanderweg begehbar zu halten und Ihnen durch Beschilderung einige hier zu findende typische und seltene Pflanzen zu benennen.
Die Wiesen werden nur 1 x im Jahr gemäht (frühestens Anfang Juli). Dadurch haben die Pflanzen Zeit, Samen zu bilden und die Bodenbrüter können in Ruhe ihre Brut aufziehen. Wenn das Gras hoch steht, kann es natürlich vorkommen, daß einige Pflanzenschilder nur mehr schwer zu sehen sind und bei Regen das Schuhwerk naß wird - ich ersuche Sie um Ihr Verständnis.
Asthaufen sind ideale Lebensräume für Vögel, Säuger, Reptilien etc. Durch das Ausschneiden der Erlen wird verhindert, daß das Gebiet in kürzester Zeit zu einem Erlenbruchwald wird, wie Sie an einigen Stellen sehen können.

Genießen Sie die widersprüchliche Natur - die Wildnis und Unordnung und gleichzeitig die Ruhe und Ausgeglichenheit.
Auch Wildnis kann schön sein, besonders, wenn man sie durch die Augen der wildlebenden Pflanzen und Tiere zu sehen versucht.


Der Dank gilt allen, die uns bei der Errichtung dieser Anlage und dem Lehrpfad unterstützt haben:

Die Kinder und das Personal des ehemaligen Kinderheimes Obermicheldorf
Der Magistrat der Stadt Linz (unter Bgm. Prof. H. Schanovsky, Umwelt-Stadtrat J. Ackerl)
Die Marktgemeinde Micheldorf (unter Bgm. D. Heidlmaier) und der Bauhof Mdf. (Leiter R. Lehner),
Landjugend Micheldorf (H. Hebesberger)
Mineralienverband Mcheldorf (J. Lattner u. R. Steingruber)
Amway Umweltbörse,
Landwehrstammregiment Kirchdorf,
Kanuclub (Horny)
Fa. Hofmann Zementwerk, Kirchdorf,
Sparkasse Micheldorf
Raiffeisenkasse Micheldorf
Fa. G. Grassegger, Micheldorf
Fa. Ploner, Kirchdorf