Das neue Landschaftsschutzgebiet Altpernstein
     
   
 
 
 
 

2006 wurden 35,6 ha zum „Landschaftsschutzgebiet Altpernstein„ erklärt.

Diese artenreichen Wiesen unserer traditionellen Kulturlandschaft werden durch die Pflege der Grundeigentümer auch weiterhin erhalten. Der Landschaftsraum ist charakterisiert durch den hohen Waldanteil von annähernd 90 %. Hier finden sich aber auch noch vergleichsweise häufig ökologisch bedeutsame sowie naturschutzfachlich besonders schützenswerte Kalk-Halbtrockenrasen, Bürstlingsrasen, Pfeifengraswiesen, Buckelwiesen, Magerwiesen, Quellfluren und ein Flachmoor. Diese Wiesentypen sind oftmals durch die voranschreitende Tendenz zur Auflassung der landwirtschaftlichen Nutzung, teils auch durch Aufforstungen stark gefährdet. Ziel ist es, den Fortbestand dieser artenreichen Magerwiesen nach Möglichkeit zu gewährleisten. Informations- und Überzeugungsarbeit über die Bedeutung einer artenreichen, vielfältigen Umwelt ist gerade in diesem Zusammenhang von wesentlicher Bedeutung. Zudem werden mit den Grundeigentümern Vereinbarungen über eine extensive Wiesenbewirtschaftung getroffen und dafür entsprechende Förderprogramme zielgerichtet eingesetzt. Bei den unmittelbar angrenzenden „Almtaler-Kirchdorfer Flyschbergen“ handelt es sich um ein Hügelland mit parallel zum Alpenrand verlaufenden Haupttälern. Auch hier ist die Tendenz zur landwirtschaftlichen Nutzungsaufgabe zu beobachten. Dadurch verschwinden kontinuierlich artenreiche Wiesen. Hier soll auch der landschaftstypische Grünlandanteil gesichert werden, insbesondere in den Steillagen und in den Verzahnungsbereichen mit dem Wald. Gleichermaßen sollen die reichhaltigen Landschaftsstrukturen erhalten werden. Über den landschaftlichen Charakter hinaus bieten die Wiesen eine ausgesprochen hohe Artenvielfalt auf einem eng begrenzten Raum (siehe „Himmelreichbiotop“). Der Lanschaftspflegeverein „Bergmandl“ - und hier im Besonderen dessen Obmann Werner Bejvl - war von Anfang an auf Ersuchen der Naturschutzabteilung der Oö. Landesregierung ganz wesentlich in diePlanung (durch genaue Artenkenntnis der Fauna und Flora dieses Gebietes) und in Folge bei der Realisierung (in vielen Gesprächen mit den durchwegs interessierten und aufgeschlossenen Grundeigentümern) eingebunden.“

Text entnommen der Infotafel der Naturschutzabteilung des Landes Oberösterreich vor Ort!